Am Dienstag stand wieder ein besonderer Programmpunkt auf dem Plan. Nachdem wir bis zur sechsten Stunde dem Schulunterricht nachgingen, besuchte uns in der sechsten und siebten Stunde ein "Native Speaker" des hier angesiedelten Dakotastammes. Unsere Erwartungen, einen mit Federschmuck bekleideten "Indianer" zu treffen, wurden jedoch nicht bestaetigt. Stattdessen zeigte sich uns ein sehr freundlicher, blonder, mit Krawatte und Hemd bekleideter "Indianer". In den folgenden zwei Stunden informierte er uns in einer unterhaltenden Art und Weise ueber ihre Sonderrechte des Dakotastammes, ihr Casino und ihre Kultur. So ist ihr Casino (450 Mitglieder; ausschliesslich Indianer) das fuenftgroesste in den Vereinigten Staaten, setzte in den letzten fuenf Jahren ueber eine Milliarde Dollar um und ist hinter der Verwaltung der zweitgroesste Arbeitgeber Minnesotas. Der Dakotastamm besitzt eine eigene Feuerwehr, Polizei, diverse Sonderrechte und ist somit quasi ein eigener isolierter "Staat". Zudem versicherte er uns, dass jeder Schritt und Atemzug eine Art Gebet darstellt. Dabei beten sie stets zu den "sieben Richtungen": Norden, Osten, Sueden, Westen, Mutter Erde (unten), Vater Himmel (oben) und die Seele. Daher ist es fuer die Inadianer unbegreiflich Land zu besitzen, da man Mutter Erde nicht fuer sich beanspruchen kann. Ausserdem zeigte er uns einen typischen, einfachen und fuer alle Altersklassen ausgelegten Tanz, der mit prachtvollen Gewaendern und Schmuck ausgefuehrt wird. Zu guter Letzt stellte er uns Gebrauchsgegenstaende, sowie Schmuck und Musikinstrumente vor.
Tobias B. und Daniel F.
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